Der Sommer ist vorbei, der Herbst ist schon längst da und der Winter kündigt sich auch schon an. Und damit ist es auch bereits höchste Zeit für Transalpbiker (und sonstige Ausdauersportler) sich Gedanken um die Vorbereitung für die nächste Saison zu machen. Ich bin dieses Jahr dabei neue Wege gegangen und habe einen Laktatstufentest ausprobiert. Hier möchte ich euch davon berichten!
Was ist ein Laktatstufentest?

Was ist das Laktat?
Laktat ist ein im menschlichen Körper gebildeter Stoff, der ganz natürlich beim Verbrennen von Glykogen (den gespeicherten Kohlenhydraten) gebildet wird und ebenso kontinuierlich wieder abgebaut wird. Bei relativ niedriger Anstrengung bezieht der Mensch seine Energie hauptsächlich aus Fettreserven, so dass sich im Blut nur eine geringe und konstante Laktatkonzentration bildet. Je höher die Anstrengung ist, desto mehr Laktat entsteht durch die höhere Beteiligung von Glykogen an der Energiebereitstellung. Ab einer gewissen Belastung, der sogenannten anaeroben Schwelle, kommt der Körper mit dem Laktatabbau langfristig nicht mehr nach. Als Folge ist die weitere Energiebereitstellung nach einer kritischen Zeit gehemmt oder kommt zum Erliegen. Mit anderen Worten, man kann nicht mehr und kann nur noch mit geringer Leistung in die Pedale treten. Die Fettverbrennung kommt somit wieder in den Vordergrund und nach einiger Zeit ist die Laktatkonzentration wieder im grünen Bereich.
Wozu ist ein Laktastufentest gut?
Ein solcher Test soll die persönlichen Laktatlevel bei verschiedenen Wattstufen bestimmen. Basierend darauf können die individuellen Trainingsbereiche definiert werden, die dann Trainingsplänen zugrunde gelegt werden. Beispielsweise wird die so genannte Grundlagenausdauer im Bereich bis zu 2-2.5 mmol/l Latkatblutkonzentration trainiert. Da während des normalen Trainings eine Laktatmessung meist unmöglich ist, bietet der Test die Möglichkeit die Puls- oder Wattbereiche zu bestimmen in welchem diese Konzentration vorherrscht. Berücksichtigt man diese Bereiche in den eigenen Trainingseinheiten, kann man seine Leistung stärker verbessern als wenn man nur nach “Gefühl” trainiert.
Wie läuft ein Laktatstufentest ab?

Zunächst einmal sollte man für einen solchen Termin 1.5-2 h einplanen und sich fast wie auf einen Wettkampftag darauf vorbereiten, d.h. die Tage davor kohlenhydratreich essen und eher locker trainieren, so dass man am Tag des Tests wirklich die individuelle Höchstleistung liefern kann. Außerdem sollte man vollkommen gesund sein. Es macht keinen Sinn, den Laktatstufentest zu absolvieren, wenn die letzte Erkältung noch nicht ganz auskuriert ist, da dies die Leistung beeinträchtigt und die Pulswerte verfälscht.


Wie geht es weiter?
Ein Laktattest selbst macht natürlich noch keine Spitzenform. Nein, er stellt nur einen Baustein einer erfolgreichen Vorbereitung, beispielsweise auf eine Transalp, dar. Wichtig ist es, die gewonnen Erkenntnisse über die individuellen Trainingsbereiche in einen langfristigen Trainingsplan einzubauen. Das Wissen hierzu kann man sich in verschiedenster Fachliteratur anlesen oder sich direkt von den Profis beraten lassen. Bei Tristyle gibt es beispielsweise die Möglichkeit sich basierend auf dem Test und entsprechend den eigenen Zielen einen maßgeschneiderten Trainingsplan anfertigen zu lassen.
Wo kann ich einen Laktatstufentest machen?
Solche Tests werden entweder bei Sportärzten oder spezialisierten Fitnessstudios angeboten. Preislich unterscheiden sich diese stark abhängig von Anbieter und Region, liegen aber meist im Bereich von 80 – 200 Euro. Für alle die aus Wien oder Umgebung kommen, kann ich durch meinen Selbstversuch die Laktatdiagnostik bei Tristyle empfehlen, nicht nur durch das gute Preis-Leistungsverhältnis sondern auch wegen der angenehmen Atmosphäre und des großen praktischen Know-Hows, über das Elisabeth als Profi verfügt.
Lohnt es sich also einen Laktatstufentest im Hinblick auf eine Transalp zu machen?

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